Wanderweg Arberkamm

Wald im Arbergebiet

Wald im Arbergebiet

Auf dem Wanderweg Arberkamm

Am Eck-Sattel beginnt die »Tausender-Route« des Goldsteigs zum Arber. Da der felsige Kammsteig recht anspruchsvoll ist, verläuft als Alternativroute im Hang der Europäische Fernwanderweg 6. Die Kombination beider ergibt eine unvergessliche Rundwanderung.

Wanderkarte Arberkamm

Wanderkarte Arberkamm

Schwierigkeit: Mittelschwere Tour
Gehzeit: 5:10 Std.
Länge: 17 km
Wegbeschaffenheit: Felsige Steige am Kamm, ansonsten bequemer Forstweg
Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Eck (840 m) beim Berggasthof Eck am Zentrum Eck-Riedelstein
Anfahrt: B 85 Cham–Viechtach–Regen und in Miltach abzweigen nach Bad Kötzting; der Bahnhof Arrach liegt an der Oberpfalzbahn Cham–Bad Kötzting–Lam

Über den Ecker Steig auf den Mühlriegel

Berggasthof und Wanderparkplatz Eck A befinden sich auf dem gleichnamigen Bayerwaldpass zwischen Lamer Winkel und Zellertal einerseits sowie dem Kaitersberg und dem Arberkamm andererseits. Obwohl Kaitersberg und Arberkamm einen durchgehenden, von Pässen durchbrochenen Höhenrücken bilden, wird der Kaitersberg als ein eigenständiges Bergmassiv gedacht, während über die Gipfel östlich des Eck-Sattels die Hochtour zum Arber führt. Vom Sattel schwingt sich der Goldsteig auf dem steilen, steinigen Ecker Steig durch den Hang zum felsendurchsetzten Kamm hinauf, taucht in das Auerhahn-Wildschutzgebiet ein und erreicht das Bergkreuz auf dem aussichtsreichen Mühlriegel 1 (0:40 Std.). Dieser Tausender auf der Hochtour zum Arber ist auch für sich ein lohnendes Ziel vom Eck-Sattel aus, mit weitem Blick über den Lamer Winkel zum Osser, auf das Zellertal und zum Großen Arber.

Auf dem Europäischen Fernwanderweg 6

Kurz nach Passieren des Gipfels kreuzt im Winter die Auerhahnloipe den Kamm, und an dieser Stelle teilen sich auch die Routen: Während der Goldsteig dem steinigen Kamm weiter folgt (unser Hinweg), hält sich die leichte Alternativroute des Europäischen Fernwanderwegs 6 an die Auerhahnloipe, der auch der Ecker Steig folgt (unser Rückweg). Die riffartigen Felsen des lang gestreckten Ödriegels 2 (1:00 Std.) bilden den nächsten Tausender- Rastplatz am Goldsteig mit schönen Blicken in den Lamer Winkel, zu den beiden Ossergipfeln und zum Hohen Bogen. In der Einsattelung am Waldwiesmarterl 3 (1:40 Std.) kreuzt ein Verbindungspfad den Kamm, eine Schutzhütte bei einem Kruzifix lädt zur Rast ein. Der Goldsteig führt kammaufwärts zu den zerklüfteten Osserblick-Felskanzeln des Hängenden Riegels und erreicht das Gipfelkreuz auf den Felsen des Schwarzeck 4 (2:00 Std.), wo sich das umfassendste Panorama dieser Bergwanderung öffnet.

Rast in der Berghütte Schareben

Wenig später verlässt der Goldsteig den felsigen Kamm und führt hinab zur Wanderwegekreuzung an der Schutzhütte auf dem Reischflecksattel 5 (2:25 Std.). Hier macht sich der Hunger bemerkbar und wir folgen der Ausschilderung Richtung Schareben, zunächst auf einem steilen Pfad, der jedoch nach kurzer Zeit in den bequemen Rückweg mündet: Links liegt die nahe Berghütte Schareben 6 (2:50 Std.), rechts führt der mit dem Zeichen Grünkeil markierte Wirtschaftsweg zurück zum Mühlriegel 1 (4:30 Std.). Auf der dann wieder gemeinsamen Route erfolgt der Abstieg zum Ausgangspunkt am Berggasthof Eck E (5:10 Std.).

Tausender-Tour: Die Haute Route des Bayerischen Waldes

Die Kaitersberg-Arber-Hochtour ist mit zwölf Tausendergipfeln die Haute Route des Bayerischen Waldes. Sie verläuft auf dem Bergkamm, den der Große Arber (1456 m), die höchste Erhebung des Bayerischen und Böhmerwaldes, nach Westen aussendet und der sich zwischen Zellertal und Lamer Winkel im Kaitersberg bis Bad Kötzting fortsetzt. Auf diesem scharf zwischen den Tälern herausgewitterten Felskamm markierte der Bayerische Wald-Verein bereits 1895 die Tausender-Route. Heute verläuft hier der Goldsteig vom Kreuzfelsen (999 m) über Mittagstein (1034 m), Rauchröhren (1042 m) und Großen Riedelstein (1132 m) zum Eck-Sattel, weiter über Mühlriegel (1080 m), Ödriegel (1155 m), Schwarzeck (1220 m), Heugstatt (1281 m), Enzian (1285 m) und Kleinen Arber (1384 m), ehe als letzter Hochgipfel der Große Arber gewonnen wird.

Wer diese faszinierende Tour am Stück unternimmt und zum Ausgangspunkt zurückkehren will, muss mindestens 40 Tageskilometer und 2000 Höhenmeter im Anstieg einkalkulieren und damit rechnen, erst nach Einbruch der Dunkelheit – eine Stirnlampe ist daher ein unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand – wieder in einen Talort zu gelangen. Von dort geht es mit dem Taxi zurück zum Ausgangspunkt. Man könnte sich selbstverständlich auch sputen, um die letzte Gondelbahn am Arber zu erwischen, aber die Praxis hat gezeigt, dass diese Tour viel zu schön ist, um sich von einem Seilbahnfahrplan hetzen zu lassen.

Arberkamm Wanderung

Arberkamm Wanderung

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