Rundwanderweg Kleiner Arbersee

Der Kleine Arbersee

Der Kleine Arbersee mit seinen Schwingrasen

Rundwanderweg Kleiner Arbersee

Der Kleine Arbersee zählt zu den Naturkleinodien der Region. In dem in der Nordflanke des Arbermassivs gelegenen Karsee entspringt der Hauptquellbach des Weißen Regens. Als er 1880 gestaut wurde, lösten sich drei Schwingrasen, die seither als Inseln auf der Oberfläche treiben.

Wanderkarte am Arbersee

Wanderkarte am Arbersee

Schwierigkeit: Leichte Tour
Gehzeit: 2:50 Std.
Länge: 9,2 km
Wegbeschaffenheit: Felsige Steige auf dem Kamm, ansonsten bequemer Forstweg
Ausgangspunkt: Reißbrücke (686 m), Wanderparkplatz südlich von Lohberg
Anfahrt: B 85 Cham–Viechtach–Regen, in Miltach abzweigen nach Bad Kötzting; der nächste Bahnhof ist der Endbahnhof Lam der Oberpfalzbahn Cham– Bad Kötzting–Lam

Los geht’s an der Reißbrücke

Der Wanderparkplatz Reißbrücke A am Ende des öffentlich befahrbaren Abschnitts der vom Luftkurort Lohberg heraufführenden Arberseestraße ist zugleich Haltepunkt der Kleinen Arberseebahn, einem elektrogetriebenen Bimmmelbahn-Schnauferl, das von Mai bis Oktober täglich den Bayerwald- Tierpark in Lohberghütte und den Kleinen Arbersee verbindet. Vom Parkplatz führt der autofreie Transportweg im Wald bergwärts, begleitet vom Rauschen des munter über Blockwerk gießenden Seebachs, wie der oberste Quellbach des Weißen Regens genannt wird. Auch Mountainbiker und Radwanderer sind unterwegs, sie folgen den Ausschilderungen des Radwegs »grünes Dach«.

An den Quellbächen entlang zum Kleinen Arbersee

Schon bald überquert der Weg den Seebach und strebt im Osthang des Tals der Quelle zu. Genau betrachtet, hat der Seebach in diesem Gebiet Dutzende kleiner Quellen: Überall rieseln die Quellbäche durch die Hänge und vereinigen sich im Talgrund zum Seebach. Von der Linkskurve mit der Mooshütten-Verzweigung 1 (0:50 Std.) ist es nicht mehr weit bis zum Ziel: Der Wald öffnet sich und vor uns liegt der Kleine Arbersee 2 (1:00 Std.) in all seiner Schönheit, hufeisenförmig umkesselt von steil aufstrebenden Felswänden. Wir folgen dem Uferrundweg im Uhrzeigersinn am Fuß der Seewände rund um den See. Im Lauf der Jahrtausende verlandete der bis zu 10 m tiefe See; als er 1880 zur Holztrift aufgestaut wurde, lösten sich vom nassen Boden drei Schwingrasen, die seither auf der Wasseroberfläche treiben. Auch durch die Seewände rieseln Bäche, zur Zeit der Schneeschmelze schießen sie als tosende Wasserfälle dem See zu.

Seltene Pflanzen im Naturschutzgebiet Kleiner Arbersee

Botanische Kostbarkeiten im Naturschutzgebiet des Kleinen Arbersees sind der Blaue Eisenhut, dessen Teile ungeachtet der Schönheit der Arznei- und Zierpflanze alle hochgiftig sind, und das Gefleckte Knabenkraut, eine Orchideenart. Der Rundwanderweg um den etwa 9 ha großen See führt zur Gaststätte Seehütte 3 (1:20 Std.) am Ostufer. Dort machen sich rüstige Wanderer auf den Weg durch die Seewand und ersteigen den Großen Arber, von dem aus man aus der Vogelperspektive die schwimmenden Moorteppiche des Kleinen Arbersees unter sich sieht. Vom Seehäusl geht es auf dem Seerundweg weiter und auf demselben Waldweg wie beim Hinweg zurück zur Mooshütten-Verzweigung 1 (1:30 Std.): Dort zeigen die Schilder rechts hinauf zum Berghotel Mooshütte 4 (1:50 Std.).

Über den Seerundweg zur Mooshütte

Die Mooshütte ist ein gut besuchter Ausflugsgasthof auf halbem Weg zwischen Kleinem Arbersee und Brennes. Hier bietet sich oben am Waldsaum eine wundervolle Aussicht. Hinter den Gebäuden des Berggasthofs öffnet sich die idyllische Tallandschaft des Lamer Winkels, dahinter ragt der Hohe Bogen auf, links blickt vom Arber-Kaitersberg-Kamm das Schwarzeck herab, auch das Künische Gebirge mit dem doppelgipfeligen Osser ist in Sicht. Im Winter ist die Mooshütte Ziel der vom Brennes-Sattel herabführenden Naturrodelbahn. Von der Mooshütte führt der Weg aufwärts Richtung Brennes und erreicht in einem weiteren Quellgebiet des Weißen Regens eine Wanderwegekreuzung 5 (2:00 Std.). Hier kreuzt der vom Brennes-Sattel herabführende Wanderweg LO3 und führt links hinab Richtung Lohberg. Anfangs führt er durch ein Gebiet mit derartig vielen Quellästen, dass man schon fast von einem anmoorigen Feuchtgebiet sprechen kann. Im Hang des Fuchsriegels senkt sich der Wanderweg im Wald talwärts und schwingt weiter unten rechts in den kleinen Lohberger Ortsteil Ebensäge. Nun ist es nicht mehr weit und wir sind zurück im Tal des Seebachs: Links liegt der Ausgangspunkt Reißbrücke E (2:50 Std.).

Arbersee Wanderung

Die Arbersee Wanderung führt rund um den Kleinen Arbersee

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